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Seildwinkl Trias

Bei Wörth mündet das Seidlwinkltal, das eine ganz spezielle geologische Bedeutung hat. Es finden sich hier zunächst nur im Bachschutt, dann auch in den begleitenden Felswänden die hier typischen Gesteine der Seidlwinkl-Trias, die vor allem durch ihre gelbbraune Verwitterungsfarbe einerseits, für den Interessierten durch ihre Vielfalt andererseits bemerkenswert sind. Grünliche bis graue Quarzite - im Handel als Rauriser Plattengneise bekannt - bilden die Basis. Gelbe z. T. gipsführende Rauhwacken liegen darüber.

Anschließend folgen helle Dolomit- und Kalkmarmore; abgeschlossen wird diese Folge durch ein Glimmerschieferpaket. In den Quarziten der Basis liegen auch die berühmten Steinbrüche bei Bucheben. Es handelt sich um riesige Bergsturzmassen wobei nur die größten Blöcke verarbeitet werden.

Von Bucheben bis Kolm Saigurn begleiten weitflächige, alte Bergstürze den Talverlauf, die durch hausgroße Blöcke in lockeren Waldungen und den dazwischenliegenden Moortümpeln ein Denkmal natürlicher Urlandschaften darstelllen. Gneise, Quarzite, Glimmerschiefer und Marmore bauen diese postglazialen Bergsturzmassen auf, die nach dem Rückgang der Gletscher durch Hangunterschneidungen entstanden sind.